Wohnungssuche mittels VR

Wohnungssuche mittels VR und 360° Rundgängen

4 Minuten Lesezeit (731 Wörter)

Die Wohnungssuche heutzutage lässt sich nicht mehr mit jener früherer Zeiten vergleichen. Der Immobilienmarkt entwickelt sich, wie auch andere Branchen, fortlaufend weiter. Aufgrund des raschen Wandels muss sich derzeit auch dieser Markt mehr denn je globalen Herausforderungen stellen. Dabei hat die aktuelle Corona-Situation natürlich erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Immobilienbranche. Welche Einschränkungen und Chancen sich durch die Corona-Krise ergeben, wird in diesem Artikel aufgezeigt. 

Die traditionelle Wohnungssuche

Zeitaufwendig und nervenaufreibend – so gestaltete sich die Wohnungssuche in der Vergangenheit. Man musste genug Zeit einplanen, um Zeitungen zu durchstöbern und unzählige Inserate zu lesen. Durch die fortschreitende Digitalisierung wurde der Lebensalltag in vielerlei Hinsicht vereinfacht. Dieser Trend hatte auch erhebliche Auswirkungen auf die Immobilienbranche.


Die moderne Wohnungssuche

Je schneller, desto besser. Heutzutage dominiert häufig Stress den Alltag vieler Menschen. Job, Familie, Haushalt und nicht zuletzt zusätzliche Herausforderungen unterschiedlichster Art wollen unter einen Hut gebracht werden. Wohnungssuchende möchten daher nicht viel Zeit verschwenden, um ihre Traumwohnung zu finden und nutzen aus diesem Grund gerne die Möglichkeit, zeitsparend online nach einer Wohnung zu suchen. Interessierte können sich direkt im Internet auf unterschiedlichen Plattformen über Wohnungsangebote informieren und erhalten einfach und schnell relevante Auskünfte über Miete, Lage oder Wohnfläche. Durch die visuelle Aufarbeitung der Inserate mithilfe von Bildern und Videos der Wohnobjekte werden bereits vor einer eventuellen Wohnungsbesichtigung konkrete Vorstellungen vom jeweiligen Objekt der Begierde möglich. Wer online eine schöne Wohnung gefunden hat, kann den Makler unkompliziert kontaktieren und einen Besichtigungstermin vereinbaren.

Doch dann kam Corona...

Die Corona-Pandemie hat die Welt in eine Krise gestürzt und das Leben unzähliger Personen auf den Kopf gestellt. Seit dem Ausbruch und der Ausbreitung von Covid-19 waren erhebliche Auswirkungen auf die Immobilienbranche bemerkbar. Im April 2020 wurde ein Maßnahmengesetz für Immobilientreuhänder und den gesamten Immobilienmarkt veröffentlicht. Plötzlich war es nicht mehr möglich, Wohnungen vor Ort zu besichtigen. Diese Richtlinie wurde jedoch bald wieder geändert, da sich im Sommer die Situation verbesserte und so wurden Wohnungsrundgänge wieder zugelassen. Doch im Herbst traf die zweite Welle auf Österreich und die Zahl der am Virus infizierten Personen stieg wieder an. Am 17. November 2020 wurde daher ein weiterer „harter Lockdown" verhängt. Diesmal sind jedoch die Vorgaben für die Immobilienbranche nicht so streng wie zuvor: Wohnungsbesichtigungen dürfen unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen sowie des Mindestabstands stattfinden. Gewiss bedeuten diese Auflagen eine Herausforderung, dennoch ermöglichen sie es weiterhin, einen direkten Eindruck der Immobilie zu gewinnen und sich nicht nur auf Fotos verlassen zu müssen.

Chancen durch Corona

Der Immobilienmarkt ist aufgrund von Corona nicht eingebrochen, ganz im Gegenteil: Die Wohnungsnachfrage ist sogar gestiegen. Experten gehen davon aus, dass den Menschen durch Home-Office und Homeschooling die Mängel ihrer Wohnungen noch bewusster geworden sind und dies viele dazu motiviert hat, sich nach einer optimalen Lösung umzusehen.

Eine Chance, die sich durch Corona ergibt, ist die verstärkte Fokussierung auf Innovationen. Nun ist es für den Immobilienmarkt an der Zeit, sich weiterzuentwickeln und den digitalen Weg noch stärker zu verfolgen, da dieser noch nie zuvor so wichtig war wie jetzt.

Die virtuelle Wohnungsbesichtigung

Das 21. Jahrhundert ist das Zeitalter der Digitalisierung, welche laufend voranschreitet. Eine wertvolle Neuheit für die Immobilienbranche ist dabei Virtual Reality (VR). Diese Computertechnologie erschafft eine künstliche, aber dennoch echt wirkende Welt. Es genügt, eine VR-Brille aufzusetzen, um in die virtuelle Wirklichkeit einzutauchen. Wohnungssuchende können sich aufgrund virtueller Rundgänge ein gutes Bild vom jeweiligen Wohnobjekt machen. 

Doch Virtual Reality ist noch nicht alles: Es gibt gute Alternativen zu VR, wie etwa 360-Grad-Touren, die seit einiger Zeit stark im Trend liegen. Ein Beispiel:  

Dieser Zugang hat gewisse Vorteile gegenüber VR, was eine VR-Brille voraussetzt, die nicht jeder zu Hause hat. Durch 3D-Visualisierungen können Wohnungen bildlich dargestellt und bereits vor dem Einzug mit Möbeln bedacht werden. Digitale Anwendungen, wie zum Beispiel Apps zur Wohnungseinrichtung, werden immer beliebter, da konkretere Planungen bereits vor dem Wohnungsbezug stattfinden können und dadurch die Vorfreude steigt. Eine bekannte App, um Inneneinrichtung zu planen ist SweetHome3D, die gratis am Mac oder PC installiert werden kann.

Die Relevanz von VR-Rundgängen und 360-Grad-Touren nimmt in Corona Zeiten merklich zu. Bei einer aktuellen Umfrage stellte sich heraus, dass ein 3D-Wohnungsrundgang für 74% der Wohnungsinteressenten eine wichtige Voraussetzung für die Kaufentscheidung ist.

Es zeigt sich also: Corona birgt nicht nur Einschränkungen, sondern auch Chancen und Möglichkeiten mit sich. Die Welt stellt sich neuen Herausforderungen und lernt dabei, mit globalen Krisen umzugehen. Seien wir offen für Neues - so meistern wir gemeinsam diesen Ausnahmezustand!


 

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Samstag, 27. November 2021

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